"Global Week of Action - Reloaded" [auf deutsch]

Internationale Petition:


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Was ist die "International Students Movement"?

Die "International Students Movement" ist eine Plattform, welche von Gruppen und Aktivist_innen auf der ganzen Welt, welche sich gegen die fortschreitende Kommerzialisierung und Privatisierung von Bildung einsetzen, genutzt wird, um sich zu vernetzen und gemeinsam Protestaktionen zu koordinieren.
Die Plattform ist unabhängig von jeglichen politischen Parteien, Gewerkschaften oder sonstigen Institutionen. Sie wird von Basisbewegungen dominiert und ist grundsätzlich offen für alle [Studierende, Schüler_innen, Lehrer_innen, Eltern, Arbeiter_innen, usw.].

Die Zwänge, welche die Kommerzialisierung von Bildung begünstigen und fördern [entfesselt durch den globalen Standortwettbewerb]- wie die Kommerzialisierung aller anderen Lebensbereiche auch, sind auf globaler Ebene zu finden. Um dieser Entwicklung effektiv entgegen zu wirken, müssen sich Gruppen, welche für freie und emanzipatorische öffentliche Bildung kämpfen, sich international und global [wenigstens zu einem gewissen Grad] zusammenschließen.

Die "International Students Movement" nutzt folgende Hilfsmittel:

  • regelmäßige internationale Chats [1-2 mal im Monat; Einzelheiten werden über den Verteiler geschickt]

 

Globale Aktionswoche - Reloaded

Nach dem "Internationalen Aktionstag gegen die Kommerzialisierung von Bildung" [05.11.2008] und der "Reclaim your Education - Global Week of Action" [20 - 29.04.2009] einigten sich Bildungsaktivist_innen in mehreren Ländern auf folgenden Zeitrahmen für eine weitere Globale Aktionswoche in diesem Jahr: 5.Nov.2009 ["Warm-up" Day of united Action] + 9. - 18.Nov.2009.

Warum dieser Zeitraum? Letztes Jahr rief die "International Students Movement" zum "Internationalen Aktionstag gegen die Kommerzialisierung von Bildung" am 5.Nov. auf. Um an diesem anzuknüpfen haben sich mehrere Gruppen dafür ausgesprochen zu einem gemeinsamen "Warm-up Aktionstag" wieder für diesen Tag aufzurufen. Der 17.Nov. markiert den "International Students' Day". Gruppen auf den Philippinen bereiten bereits Proteste gegen die Kommerzialisierung öffentlicher Bildung an diesem Tag vor.

Worum geht's eigentlich?

Studierende, Schüler_innen, Lehrer_innen, Arbeiter_innen und Eltern auf der ganzen Welt fragen sich zunehmend: "Dient das öffentliche Bildungssystem eigentlich noch der Öffentlichkeit, oder verschiebt sich der Fokus immer mehr zu Gunsten privatwirtschaftlicher Interessen?". Studiengebühren - einmal eingeführt - schnellen in die Höhe, (Hoch-)Schulen werden in Unternehmen umstrukturiert, die Verschuldung der Studierenden steigt stetig und öffentliche Haushalte für Bildung werden ständig gekürzt.
Hochschulen werden vermehrt von ihrer Fähigkeit Sponsoren (meist privatwirtschaftlicher Natur) anzulocken abhängig gemacht. Auf Grund dieser Entwicklung können vermehrt nur noch Institute und Fachbereiche bestehen, welche als "wertvoll" von Sponsoren erachtet werden.

Öffentliche Bildungssysteme, vom Kindergarten bis zu den Hochschulen, müssen emanzipatorisch ausgerichtet sowie frei und zugänglich für alle sein. Eine demokratische Gesellschaft kann nur bestehen, wenn sie aus emanzipierten und selbstbestimmten Individuen besteht, welche ihr (soziales) Umfeld und dessen Entwicklungen sowie die sie umgebenden Machtstrukturen kritisch reflektieren und verstehen lernen können. Gesellschaften die nicht solch ein öffentliches Bildungssystem haben, sind auch nicht demokratisch.

Die Tatsache, dass Gruppen in mehr als 20 Ländern auf 5 Kontinenten sich an dem internationalen Aktionstag im November und der globalen Aktionswoche im April dieses Jahres beteiligten, verdeutlicht die globale Natur des Problems.
Es bleibt jeder Gruppe selbst überlassen auf welche Art und Weise und an wievielen Tagen während der Aktionswoche sie ihren Protest und Unmut zum Ausdruck bringen wollen. Es können kleinere oder große Aktionen sein. Aber es ist sehr wichtig, dass wir die Woche gemeinsam koordinieren und für einen guten Informationsfluss sorgen.
Aus diesem Grund hinterlasst bitte eine Nachricht in diesem Forum, oder schickt eine E-Mail an:

united.for.education[at]gmail.com

wenn ihr Fragen habt oder beschließt euch im Protest gegen die Kommerzialisierung öffentlicher Bildung mit Gruppen und Aktivist_innen auf der ganzen Welt zu vereinen.

Let's get organized and unite in our struggle!